28.11.05

Adventswandern

Kalt ist es draussen. Ideal um die alte Raucherlunge einmal wieder so richtig durch zu lüften. Die Winterschuhe mit dem besseren Profil angezogen, Kopfbedeckung und Handschuhe aus dem Winterschrank heraus gesucht und ab an die frische Luft. Ich bin gut zwei Stunden im Schnee gewandert, habe Schneespuren zu entziffern versucht und dabei eine kalte Nase reingezogen. Ich bin dabei auch an einem riesigen Schwemmholzlager vorbei gekommen. Na ja, vielleicht eine Möglichkeit für ein gutes Bild. Die Kamera habe ich ja warm eingepackt in meiner Jacke, somit blinkte kein Error, sondern sie war betriebsbereit. Später wollte ich mir einen Glühwein spendieren, doch das Lokal welches offen hatte, war mit einem Lottomatch so stark belegt, dass ich verzichtete. Was will ich mit einem Lotto Hinterschinken oder so was. Ich stecke auf dem Nachhauseweg lieber meine Hände in die Jackentasche. Das gibt wärmer. Zu Hause dann ein gutes Tee Rum getrunken und so den ersten Adventabend genossen.

25.11.05

Der erste Schnee

Es ist 6 Uhr Morgens. Ruhiger als sonst drückt der Verkehrslärm in die Wohnung. He, was ist los, wieso höre ich den Bus so leise? Ich werfe die Kaffeemaschine in der Küche an und schaue aus dem Fenster. Ich muss die Augen etwas zukneifen, was ja logisch ist nach einer kurzen Nacht. Aber was ist das? Die Abdeckung der Strassenlampe hat ein Sahnehäubchen, Schneeflocken wirbeln vor dem Strassenlicht herum, hallo Frau Holle hat sich angemeldet. Trotz Schneegestöber schmeckt mir der heisse Kaffee, die Honigschnitte und die Morgenzeitung tragen auch etwas zum richtigen erwachen bei, ich kann den Winter begrüssen. Nach dem täglichen Morgenritual mit Rasur, Zähneputzen und kaltem Waschlappen am Kopf, zwecks Schocktherapie, geht’s auf den Weg zur Arbeit. Die Casinohuscher bleiben heute zu Hause, Schuhe mit Profil sind eher angebracht. Ich stampfe durch den Schnee zum Carport und denke, heute ist ein Tag für Autospengler und Carrossiers angesagt. Die Verhältnisse sind arschglatt! Radio DRS3 bestätigte mir dies kurz danach im Auto mit den morgendlichen Unfall und Staumeldungen. Schade, dass so mancher Strassencowboy die Infos der Natur nicht mehr deuten kann. Am Nachmittag verliert Frau Holle den Kampf gegen die Sonne. Die Schneekristalle glitzern in der kurzen Sonnenzeit um die Wette. Richtig, kurz nach 16 Uhr verabschiedet sich die Sonne wieder hinter dem Horizont und schon bald danach fängt es an einzudunkeln. Winterzeit, die Zeit der kurzen aber intensiven Lichtblicke. Zum Glück kommt schon bald der 21. Dezember. Die Tage werden dann wieder länger. Also, mach doch morgen wieder einmal einen Schneemann.

24.11.05

Darunter und Darüber

Diese Tage verlangten wieder einmal ein wenig Toleranz und Flexibilität. Montag Nachmittag suchte auf dem Job ein Arbeitskollege dringend eine Digicam für den nächsten Tag. „Du kannst meine mitnehmen“, sagte ich. Zu Hause also den Akku der Kamera aufgeladen, den Speicher gelöscht, damit in diesem genug Platz vorhanden war, usw. Dienstagmorgen die Hirnzellen zusammengerafft, damit die Kamera nicht vergessen wurde. Resultat, Keiner fragte auf dem Job nach einer Kamera, welche tags zuvor so gesucht war........ Na und? Damit der Akku nicht umsonst aufgeladen wurde, habe ich meinen Arbeitsplatz geknipst. So war mein Effort am frühen Morgen nicht umsonst. Das Marsupilami in der zweiten Foto ist mein Lieblingstier. Der Link dazu ist: http://www.marsupilami.com/ . Mittwoch und Donnerstag war ich vom Job her ausser Haus, um ein neues Testsystem kennen zu lernen. Die Ausbildung war eigentlich nicht eingeplant, man ist jedoch offen für Neues und flexibel dazu. Das Testgerät und die Arbeit damit waren interessant und am Abend bin ich hundemüde nach Hause gekommen.

Dadurch wird dieser Blog natürlich auch nicht besser. Jetzt wäre eigentlich auch bereits wieder Zeit das Kopfkissen zu begrüssen. Ob mein Texterguss nun auch brauchbar und lesbar ist, kannst Du lieber Leser jetzt selber entscheiden und he..., freue Dich auf das Wochenende.

17.11.05

Layout Frust

So ist das Leben. Die Phantasie und Vorstellungskraft ist meistens grösser als das Können. Zz. bastle ich an einem neuen Layout für eine HP. Header, linke- und rechte Seite sollte mit einem silberfarbenen Verlauf daher kommen. Na ja, klingt gut und kann unter Umständen sogar gut aussehen. Ok, erster Entwurf so rasch mal auf Papier entworfen, im Dreamveaver neue Site und das CSS Stylesheet erstell und ab geht die Post mit der Bastelei. Das Ergebnis ist mittelmässig bis unbrauchbar, meine ehemalige Freundin lacht und sagt: "Schreib du besser etwas in den Blog".

Ok, das liest zwar eh auch keiner. So zum Abschalten, bevor das Kopfkissen begrüsst wird, macht dies jedoch noch fast Sinn. Fazit: Schuster bleib bei deinen Leisten. Ich nehmen jetzt noch einen Schlummertrunk bevor ich das Kopfkissen begrüsse. Und Tschüss

11.11.05

Kurz vor Wochenende



Super, das Wetter wurde heute besser als die Prognose dazu. Somit spendierte ich mir einen freien Nachmittag. Nach einem fast einwöchigen Ausbildungsstress, in einem nicht immer leicht verständlichem Fachgebiet, habe ich den freien Nachmittag genossen. Da sich mein Motorrad bereits langsam für den Winterschlaf vorbereitet hat , bin ich mit dem anderen fahrbaren Untersatz herum gekurvt. Wie meistens üblich begleitete mich die Kamera. Das Ergebnis kannst du im Fotolink anschauen. Die Bilder sind neu in zwei Themen eingeteilt. Über die richtige Zuteilung kann man geteilter Ansicht sein. Yahoo hat da so ne Album - Beschränkung und somit musste ich meine Ideen halt anders gliedern. Viel Spass.

6.11.05

JU-AIR Hand in Hand fürs Oberland

Diesen Sonntag ist in Interlaken die Gala „Hand in Hand fürs Oberland“, als „Merci vieu mau“ für die Betroffenen und die Helfer der Unwetterkatastrophe vom letzten August, im Kursaal Interlaken über die Bühne gelaufen. Viel Prominenz und Künstler sind angeblich dabei gewesen oder aufgetreten. Da ich als Nicht- Direktbetroffener nur Nachbarhilfe geleistete habe, bin ich auch nicht eingeladen worden. Dies ist sicher gerechtfertigt, ansonsten der Kursaal für die vielen freiwilligen Helfer zu klein geworden wäre. Somit hatte ich Musse und Zeit auf dem Flugplatz Interlaken drei Tante JU-52 zu fotografieren. Sie waren auch für diese Gala im Berner Oberland. Flugfans und Technikerfreaks konnten einen Alpenrundflug buchen, was bei diesem durchzogenen Herbstwetter sicher interessant war. Zur Zeit läuft im Berner Oberland eine leidige Diskussion über Fluglärm. Ich will jedoch lieber von diesem Gestürm über das „ ja die Arbeitsplätze haben wir sehr gerne, jedoch den Fluglärm lieber nicht“, nichts schreiben. Die Technik dieser alten Vögel interessieren mich und somit habe ich das Ereignis mit ein paar Fotos festgehalten. Schaue in vmaxchrigels fotos.

5.11.05

Satire

Diesen Text habe ich in der Samstagausgabe 05.11.05 der Berner Zeitung gefunden. Ich finde den Text äusserst zeitgemäss und habe ihn aus diesem Grunde in meinen Blog aufgenommen.

Mongolische Eisenbahn, Öffentlicher Nahverkehr.
Autor: Andreas Thiel

Pendeln ist eine christliche Erfindung. Erst pendelte man nach Jerusalem, dann um die halbe Welt. Auch Juden pendelten immer gern, wenn auch nicht ausschliesslich freiwillig. Nur den Moslems ist jede Art von Bewegung untersagt. Der Koran verbietet Bewegung. Es kommt sogar vor, dass fanatische Moslems private oder öffentliche Verkehrsmittel in die Luft sprengen. Wenn sich Moslems bewegen, dann nur in der Wüste, wo sie niemand sieht, und auch dort nur vermummt. Moslems sind einsame Pendler in der Wüste.

Bei uns gibt es zwei Sorten von Pendler, solche die im Zug hin und her pendeln und solche die mit einem Pendel nach elektromagnetischen Strahlen suchen. Letztere können Krankheiten heilen, welche erstere verbreiten. Viren sind Pendler. Ihre öffentlichen Nahverkehrsmittel sind Pendler. Für den Fernverkehr benutzen sie Zugvögel. Zugvögel finden den Weg über elektromagnetische Strahlung, sie sind also so etwas wie pendelnde Pendler. Zugvögel meiden öffentliche Verkehrsmittel wegen der elektromagnetischen Strahlung. Die macht sie krank.

Es ist zu überlegen, ob der ungeschützte Nahverkehr in Zeiten der Vogelgrippe noch sicher ist. Ein Freund hat in St. Gallen gearbeitet. Als er auch mal mit einer St. Gallerin ins Bett gegangen ist, hat sie dann dort mittendrin gesagt: «I nime im Fall d’Pile, chasch voll lo tschädere loh!» Seither sucht er wieder eine Anstellung in Bern.

Ich selbst stehe eher auf heissblütige Frauen mit Temperament und Feuer in der Bewegung. Meine Freundin ist Süddeutsche.Meine Freundin hat etwas Elektromagnetisches. Sie pendelt nach Basel. Wenn man aus Lörrach kommt, ist Basel noch attraktiv. Aber ich möchte nicht wissen, was Baslerinnen im Bett so alles sagen.

Die Deutschen pendeln zwischen der SPD und der CDU/CSU, drei islamistisch geprägte Parteien, die sich streng nach den Gesetzen des Koran bewegen, also gar nicht. Aber die Deutschen verkehren am liebsten an Ort. Wenn sich die Deutschen bewegen, gibt es Stau.

Der Autor: Andreas Thiel ist Satiriker und tritt jeden Dienstag um 20h im Theater "La Cappella" an der Allmendstrasse in Bern auf. Willst du mehr wissen über Andreas Thiel, hier ist sein Link.

3.11.05

Pizza, Rotwein und Abendrot

Das war wieder so ein Tag. Eigentlich zu schön um an Arbeit oder so was Ähnliches zu denken. Jedoch die Entschlusskraft hatte keinen drive und somit hadert mein Motorrad weiterhin beim schönsten Herbstwetter in der dunklen Einstellhalle mit seinem tristen Dasein. Später zeichnen Flugzeuge in ihren Flugstrassen lange Striche am Horizont und ein wundervolles Abendrot verfärbt langsam den Himmel. Hallo, das wäre doch etwas für den Blog. Doch merde, der Akku der Digitalkamera fast leer. Zwei Fotos geschossen, eine fast brauchbar, die andere wegen dem schönen rot gleichwohl hier im Blog, der Abend schien gelaufen. Stimmt. Die Köchin beruflich weg, der Magen knurrt, die Tochter schaut TV, also kalte Küche.... Das knurren im Magen erinnert mich, dass da ja ganz in der Nähe ein guter Italiener ist. Ich geh rasch mal ne Pizza holen, melde ich Richtung TV. He, bring mir auch eine, du weisst... na wie hiess die schon, die mit den Crevetten, Pilzen und Knoblauch, bittee.... Was soll's, geteilte Freud ist halbes Leid. Die Pizza war ausgezeichnet, die offene Rotweinflasche wird hier während dem schreiben am Compi leer - na ja, der Tag ist doch nicht so schlecht verlaufen.

1.11.05

Herbstgedanken

Der Herbst ist die Zeit der Ernte welche man hoffnungsvoll im Frühjahr ausgesät hat, es ist die Zeit gegen die aufziehende Kälte vorzusorgen, aber auch die Zeit für einen Zwischenhalt.

Ein Laubblatt ist das Abbild des eigenen Lebens in geraffter Form. Im Frühjahr stossen die Knospen aus dem jungen Holz, drängen an das Licht um sich zu entfalten. Gierig wird der Maienregen aufgenommen um sich weiter zu entwickeln. Im Sommer verzaubert das Blatt mit seinem Grün das Licht und spendet in seiner vollen Grösse Schutz und Schatten. Beim aufkommenden Abendgewitter rauscht das Blatt im Verbund mit anderen gewaltig in der Baumkrone. Im Herbst da leuchtet es in den schönsten Farben, trotzt dem ersten Kälteeinbruch, und lässt sich nicht vom ersten Herbstwind knicken. Müde vom Kampf gegen den Wind, lässt es später los und schwebt elegant der Erde zu. Schnee bedeckt das Blatt im Winter, der Kreis schliesst sich, das Blatt wird wieder das was es einmal war. In welcher Jahreszeit bist du?